Interview mit unserer neuen Pfarrerin

Wir haben Frau Dreher zum Interview in der Martin Luther Kirche eingeladen. Hier können Sie lesen was Sie uns alles verraten hat. Oder Sie schauen sich das Video auf unserem Youtube Kanal hier an.

 

1. Wir starten mit den harten Fakten: Name, Alter, Herkunftsort, Familienstand.

Hallo, mein Name ist Alexandra Dreher, ich bin fast 50 Jahre alt und bis ich zu Ihnen kommen bin ich es dann auch schon. Ich bin verheiratet und in Coburg geboren und aufgewachsen.

 

2. Die wichtigsten weiteren Infos über Sie, was müssen wir wissen?

Ich bin getauft und zur Kirche gekommen im Konfirmationsalter. Ich singe sehr gerne obwohl ich kein Rhythmusgefühl habe und Noten lesen kann. Ich habe eine behinderte Mutter und eine chronisch kranke Tochter, das heißt es gibt viele Arztbesuche. Ich campe wahnsinnig gern, nur nicht privat, also am liebsten mit Konfis oder Jugendlichen. Ich bin so ein bisschen altmodisch, was das Siezen oder Duzen angeht, wundern Sie sich da bitte nicht.

 

3. Wie Sind Sie zur Theologie gekommen?

Als ich mich als Konfirmandin habe taufen lassen, bin ich auch ganz klassisch in die Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde gekommen. Ich denke, dadurch dass ich so spät dazu gekommen bin, hatte ich bohrende Fragen und war auf der Suche nach Antworten. So ist immer mehr der Wunsch zur Theologie gekommen. Ebenso hatte ich das Gefühl, dass die Erzählung vom Glauben viel für mein Leben gebracht hat, dass wollte ich dann an anderen weitergeben. So bin ich dann Pfarrerin geworden.

 

4. Was waren die Gründe für den Stellenwechsel nach Schwarzenbruck?

Ich habe gemerkt, dass es mit dem Kirchenvorstand und der Arbeit in meiner alten Gemeinde immer schwieriger wurde und da habe ich mir gedacht, ein Neuanfang tut uns allen ganz gut.

 

5. Was haben Sie im Ort Schwarzenbruck schon entdecken können?

Natürlich das Ensemble von Kirche, Pfarrhaus und Gemeindehaus. Das ist wunderbar und einladend um kirchliches Leben zu gestalten. Natürlich die wunderbare Natur um Schwarzenbruck, da freue mich den Ort und die Umgebung beim Spazierengehen zu entdecken.

 

6. Gibt es sonst noch etwas worauf Sie sich in Schwarzenbruck freuen?

Es ist ein langgezogener Ort mit verschiedenen Ecken, die ich mit dem Fahrrad entdecken will und die Menschen überall besuchen. Ich habe schon vom Mondscheinmarkt gehört und da bin ich sehr gespannt die Menschen zu Treffen und die Atmosphäre zu genießen.

 

7. Wer zieht denn mit Ihnen ins Pfarrhaus?

Mein Mann Matthias, unsere Tochter Ariane, unser Hund Inka, und die zwei Zwergkaninchen Leo und Momo. Unser große Tochter Kosima zieht war mit ein, zieht aber Ende September zum Studium weg.

 

8. Wie starten Sie ihren Tag?

ich starte ihn am liebsten mit einer Tasse Kaffee und versorge dann unsere Tiere. Eigentlich würde ich den Tag gern langsam angehen, Ab das geht im Alltag oft nicht. Zugegeben bin ich doch ehr ein Morgenmuffel.

 

9. Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Durch unseren Hund gehe ich natürlich viel spazieren. Darüber hinaus lese ich gerne, dafür ist Alltag leider oft zu wenig Zeit. Ich schaue gern Filme, Sie erzählen oft dinge aus dem Leben, die sich sehr gut mit einer Predigt verbinden lassen. Ich Spiele gern mit meiner Familie oder Freunden.

 

10. Welche Fähigkeiten sind es, auf die wir uns besonders freuen dürfen?

Ich denke, ich bin freundlich und offen für die Dinge, die aus der Gemeinde kommen. Ich bin gespannt auf Ihre Ideen und Wünsche und möchte diese gern umsetzen. Ich arbeite gerne im Team. Hier freue ich mich darauf gemeinsam um etwas zu ringen und zusammen Ideen zu entwickeln. Ich habe auch eigene Wünsche und Erfahrungen und freu mich diese mit in die Gemeindearbeit zu bringen.

 

11. Wenn man Einbringt, gibt man auch etwas von sich ab. Was sind Ihre persönlichen Kraftquellen?

Ich sammle Kraft bei Spaziergängen mit unserem Hund, in der Natur habe ich Zeit zum Nachdenken. Gespräche mit Freunden sind für mich eine Möglichkeit offen über Herausforderungen und positive Seiten zu reden. Dies gibt mir die Chance neue Perspektiven einzunehmen und im miteinander im Gespräch Kraft zu tanken.

 

12. Gibt es als Kraftquelle einen Bibelvers oder eine Stelle, die Sie leitet?

Es gibt natürlich viele Bibelstellen die ich je nach Situation spannend finde. Für mich es so ein bisschen leitende aus dem Hebräerbrief "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht, auf das was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“. Da wird der Glaube so gut beschrieben und darum müssen wir immer wieder mit der Gemeinde ringen, obwohl es so wenig greifbar ist.

 

13. Was sind die Themen in der Gemeinde, die für Sie eine Herzensangelegenheit sind?

Das ist einerseits die Konfi und Jugendarbeit, das ist fast schon wieder eine Kraftquelle für mich. Mir ist es wichtig, junge Menschen an den Glauben heranzuführen und ihnen Gemeinschaft zu bieten und zu zeigen, Gemeinde ist ein Ort, an dem man gut sein kann.
Andererseits sind es gut gestaltete Gottesdienste. Im Gottesdienst trifft man sich und kommt zusammen, wenn das gut gemacht ist, dann kommt man gerne wieder dazu.

 

14. Haben Sie einen Lieblingsfestgottesdienst?

Für mich gibt es zwei, es ist der Zusammenhang zwischen Sterbestunde am Karfreitag und der Osternacht. Das habe ich schon viel mit Jugendlichen gestaltet und dieses Thema ist theologisch so eine Herausforderung es jedes Mal aufs Neue erfahrbar und verstehbar zu machen. Das ist für mich reizvoll und spannend.

 

15. Haben Sei ein Lieblingselement im Gottesdienst? Der Moment auf den Sie sich besonders freuen.

Da muss ich zugeben, es ist der Segen. Zum einen ist es schön ihn zu geben, zum anderen weiß ich, dass wir uns dem Ende näheren. Ich bin ehrlich, ich bin jedes Mal wieder aufgeregt. Beim Segen weiß ich, jetzt habe ich es geschafft.

 

Mehr zu Pfarrerin Dreher gibt es in den nächsten Wochen hier und auf unserem Youtube Kanal.